
Alle Schüler*innen Berlins sind eingeladen!
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Donnerstag, 17. März 2011
10.30 Uhr | TU Berlin
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Hier findet die LSK statt:
Der Info- und Begrüßungspunkt befindet sich im EW-Gebäude der TU.
Hardenbergstraße 36, Physikalisches Insitut / Eingang B
U Ernst-Reuter-Platz.
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Bis zum 11. August 2011 geht das sogenannte Internationale Jahr der Jugend. Unter dem Motto Dialog und gegenseitiges Verständnis sollen junge Menschen einbezogen werden in die Politik, Programme und Entscheidungsprozesse.
Aber bis jetzt war das Schuljahr geprägt durch die großangekündigte Schulreform in Berlin und der alle Länder erfassenden Euro-Krise; in dem Jahr erschütterten Missbrauchsskandale auch Berliner Schulen und die Bundeswehr marschierte in eine neue Öffentlichkeitskampagne. In diesem Jahr gingen aber auch viele Schüler*innen zusammen mit Studierenden für ihre Rechte auf die Straße – und das nicht nur in Griechenland oder England; auch in Stuttgart und Gorleben zeigten viele ihre Unzufriedenheit und ihren Willen zur Veränderung… – was hat das alles mit mir zu tun?
Gemeinsam wollen wir darüber diskutieren! Wir wollen uns mit den unterschiedlichsten Themen auseinandersetzen, Zeit und Raum schaffen für den Austausch über eigene Erfahrungen und Erlebnisse und gemeinsam überlegen, ob wir zufrieden sein können oder welche Möglichkeiten wir haben, unser Leben anders zu gestalten.
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PROGRAMM
10.30 Uhr Einlass
11.00 Uhr Begrüßung
11.30 Uhr Überblick
12.00 Uhr Workshopphase I
------ kleiner Imbiss ------
14.00 Uhr Workshopphase II
15.30 Uhr Präsentation der Ergebnisse
16.00 Uhr Diskussionrunde
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### WORKSHOPPHASE 1 ###
(12.00 – 13.30 Uhr)
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# Bildungsproteste I – Das war der Bildungsstreik
2006 – das war das Geburtsjahr des Bildungsstreiks. In den darauf folgenden vier Jahren entwickelte sich eine Bewegung, die im Juni 2009 mit bundesweit über 250.000 demonstrierenden Schüler_innen, Student_innen und Auszubildenden einen fulminanten Höhepunkt erreichte. Seitdem klingen die alljährlichen Proteste ab und es scheint langsam die „Luft raus zu sein“.
Wir wollen die Ursprünge des Streiks erforschen und nachverfolgen, wie sich aus einem kleinen Bündnis eine bundesweite Bewegung entwickelt hat. Mit welchen Zielen ist das Protestbündnis vor fünf Jahren eigentlich gestartet und wie hat es sich seitdem entwickelt?
Da sich trotz riesiger Demos und umfassender Forderungen an die Verantwortlichen im Bildungssystem kaum etwas verändert hat, scheint dieses Konzept der Proteste immer weniger erfolgversprechend. Weshalb das so ist, ob vielleicht Fehler gemacht wurden oder ob man auf einer ganz andern Ebene hätte ansetzen müssen, wollen wir gemeinsam mit euch diskutieren.
In dieser ersten Workshopphase gibt es zunächst einen kleinen Vortrag über die Geschichte und Entwicklung des Bildungsstreiks, um im Anschluss in eine Diskussion zu starten.
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# Bundeswehr in der Schule
Nicht erst seit den Auftritten des Herrn zu Guttenberg in Talkshows und in Afghanistan ist in der Gesellschaft eine zunehmende Militarisierung zu beobachten, die auch vor den zu Neutralität verpflichteten Schulen nicht Halt macht. Durch Werbung in S-Bahn, Radio, Fernsehen, der Präsenz auf Jugendmessen und Jobbörsen und nicht zuletzt durch den Einsatz von Jugendoffizieren im schulischen Pflichtunterricht sind wir den Werbemaßnahmen der Bundeswehr tagtäglich ausgesetzt.
Doch wozu das alles? Wieso kommt die Bundeswehr in die Schulen? Was hat es mit den in manchen Bundesländern abgeschlossenen Kooperationsabkommen auf sich? Wie arbeitet ein Jugendoffizier? Wie sieht die rechtliche Situation aus? Und vor allem: Wie können wir uns gegen Bundeswehrauftritte an Schulen zur Wehr setzen?
Ein Workshop von Klassenkampf-Südwest.
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# Kreative Schüler*innenZeitungen I
Keine Meinung ohne Information. Mitbestimmung funktioniert nicht, wenn ein Klima der Intransparenz herrscht. Wenn Schüler_innen über Begebenheiten an ihrer Schule nicht Bescheid wissen, wird nur schwer ein Bewusstsein erwachsen, dass Veränderungen nur durch die Schüler_innen selbst erwirkt werden können!
Und so wird den Redakteur_innen einer Schüler*innenZeitung eine wichtige Aufgabe zuteil. Eine Aufgabe, die sich oft gegen Widerstände behaupten muss: Da wird zensiert, Schüler_innen unter Druck gesetzt oder der Vertrieb verboten. Doch dürfen Lehrer_innen das eigentlich?
Um die äußeren Widerstände wird es es in diesem Workshop genauso gehen, wie um die Frage, was eine gute Schüler*innenZeitung ausmacht. Wie entwickeln wir eine ansprechende Zeitung? Was können wir tun, um journalistische Fettnäpfchen zu vermeiden? Und was wollen wir mit der Zeitung eigentlich erreichen?
Die Junge Presse Berlin regt zur Auseinandersetzung mit der Philosophie lesenswerter Schüler_innenZeitungen an und vermittelt euch das Handwerkszeug für die journalistische Arbeit anhand eines Übungsbeispiels.
(Fortsetzung in WORKSHOPPHASE 2)
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# Unsere Rechte in der Schule
oder ‚Die Machete im Paragraphendschungel‘
„Der Auftrag der Schule ist es, alle wertvollen Anlagen der Schülerinnen und Schüler zur vollen Entfaltung zu bringen“ suggeriert uns das Schulgesetz.
Doch wenn Schüler_innen aus dem Unterricht geworfen werden, Handys rechtswidrig „eingezogen“ oder Schüler*innenZeitungen zensiert werden, fragt man sich, um wessen Interessen es in der Schule eigentlich geht.
Mitbestimmung in der Schule ist heutzutage zu einem Fremdwort geworden. Denn kaum jemand weiß, was wir alles für Rechte haben. Wer kennt zum Beispiel das Recht auf Mitgestaltung des Unterrichts, das Informationsrecht oder die Möglichkeit der GSV Vollversammlungen für alle Schüler_innen einzuberufen?
Nach einer kleinen Führung durch die interessanteren Teile des Paragraphendschungels wollen wir zur Machete greifen und diskutieren, wie Probleme in der Schule auch durch direkte Intervention der Schüler_innen gelöst werden können.
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### WORKSHOPPHASE 2 ###
(14.00 – 15.30 Uhr)
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# Bildungsproteste II – Andere Protestformen und Möglichkeiten
Nach einem Überblick über die Anfänge des Bildungsstreiks im ersten Teil, soll es nun darum gehen, wie anstatt des bisherigen Protestkonzeptes effektivere und kreativere Formen des Widerstandes entwickelt werden können. Was können wir tun, um uns gegen den weiteren Ausverkauf der Bildung zu wehren? Ist eine Organisierung direkt an den Schulen möglich und welche anderen Protestformen gibt es noch?
Gemeinsam wollen wir Vieles zusammentragen um daraus Konzepte zu entwickeln, wie erfolgreicher Widerstand im Alltag aussehen kann. Mit kleinem Input – danach ist eure Kreativität gefordert.
(Besuch des 1. Workshops ist nicht Voraussetzung für diesen)
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# Politik AGen & Co. – Selbstorganisierung in der Schule
Jede_r von euch kennt diese alltäglichen Probleme bestimmt: ein_e Lehrer_in gibt mal wieder zu viele Hausaufgaben auf; ein_e Lehrer_in stellt ein_e Mitschüler_in vor der Klasse bloß; ein_e Lehrer_in droht ein_er Schüler_in mit schlechter Benotung wegen kritischer Äußerungen in der Schüler*innenZeitung, und und und…
In der Schule gibt es viele unmittelbare Probleme, die nicht durch zentrale und einmalige Bildungsstreiks angegangen werden können. Es braucht das entschlossene Handeln von uns Schüler_innen an den Schulen selber – eine Selbstorganisation.
Selbstorganisation bedeutet die Teilnahme an Entscheidungsprozessen aller Menschen, die direkt oder auch indirekt von eben diesen Entscheidungen betroffen sind. Was aber heißt Selbstorganisation jetzt für uns Schüler_innen konkret? Wie können wir sie erreichen? Wie können dadurch Missstände beseitigt werden? Das und viel mehr wollen wir mit euch gemeinsam erarbeiten und diskutieren.
Ein Workshop der LSV Berlin.
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# Repression gegen Schüler_innen
Die Politiker_innen erzählen uns immer wieder, dass wir das kostbarste Gut sind und auch im Schulgesetz steht etwas von freier Entfaltung und demokratischem Handeln und Denken. Wir als Schüler_innen können oft eher von anderen Erfahrungen berichten, wenn wir mal aus den Reihen der Angepassten ausbrechen. Dann werden nämlich alle Register gezogen, um uns an der freien Entfaltung zu hindern. Die Repression beginnt schon bei den Noten, die diejenigen zum einlenken bringen sollen, die keine Lust auf Leistungsdruck und Ellbogenmentalität haben.
Doch die Schule ist für uns da – machen wir sie zu einem Raum, in dem wir gemeinsam und ohne Angst lernen können, was wir wollen.
In diesem Workshop wollen wir die Herrschaftsverhältnisse in der Schule beleuchten und diskutieren, wie wir uns gemeinschaftlich gegen Unterdrückung wehren können.
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# Skill Sharing – Eine Anleitung zum selbstbestimmten Lernen
Wolltest du schon immer mal jonglieren, Spanisch oder Flyer layouten lernen?
Es wird eine Methode vorgestellt, die den Grundstein für selbstorganisiertes Lernen und Lernnetzwerke bilden kann. So werden Fragen angeregt, wie Was will ich lernen?, Warum?, Mit wem und mit welchen Methoden?. Das eigene Wissen und Können systematisch zu teilen geht einen ersten Schritt hin zu einer Welt, in der Lernen in freier Vereinbarung stattfindet – auch ohne Geld und unabhängig von Orten wie Schule, Uni oder Betrieb. ‚Skill Sharings‘ wurden im Kontext des Lernnetzwerkes ‚Travelling School of Life‘ entwickelt.
Eine kurze Einführung in die Methode von TSoLife und eine Anleitung zum Skill Sharing.
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# Schulreform – Doppeljahrgang & Sekundarschulen
Überfüllte Klassenräume, ein großes Leistungsgefälle innerhalb des Doppeljahrgangs, Unterricht bis in den Nachmittag hinein und doppelt so viele Schulabgän-ger_innen, die in die Unis und auf den sogenannten Arbeitsmarkt strömen – das soll die Schulreform sein?!
Wir wollen über eure Erfahrungen sprechen und schauen,
welche anderen Möglichkeiten es noch gibt, gegen Selektion, Konkurrenzkampf und Notendruck vorzugehen.
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# Kreative Schüler*innenZeitungen II
Fortsetzung des Workshops aus WORKSHOPPHASE 1.
Junge Presse Berlin
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Die LSK soll von euch mitgestaltet werden. Ihr könnt also eure eigenen Themen einbringen und dazu Diskussionsrunden starten. Pinnt das Thema, Uhrzeit und Raum einfach an das Info-Brett. Am besten haltet ihr kurz Rücksprache mit der LSV.
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